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Färbungen der letzten Tage

So, das Alkanna-Experiment mit dem Ölauszug ergab leider nicht den erhofften Erfolg. Es wurde nur ein mattes Altrosa, das aber immerhin sehr lichtecht zu sein scheint (ich hatte den Strang lieblos in der Sonne liegen lassen und er sieht noch aus wie vorher – meine ich zumindest, ohne einen Vergleichsstrang zu haben.

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Die Reste von der Krapp-Fermentationsfärbung habe ich ja mit dem Zwiebelschalen-Rest zusammengeschüttet und noch ein paar Tage stehen lassen. Das gab ein supergeiles Karotten-Orange:

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Das war meine „Kaltfärbung“ mit Zwiebel:

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…einen Teil „roh“ gelassen und den anderen Teil mit Indigo überfärbt.

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Dann hatte ich die Schalen doch nochmal gekocht und dann mit Eisenwasser zu Oliv weiterentwickelt:

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Es ist total cool, daß für diese vier verschiedenen Färbungen im Prinzip 400 g Zwiebelschalen die Grundlage waren. 🙂

In der letzten Woche habe ich mit Johanniskraut und mit Goldrute gefärbt. Beides für meine Schwiegermutter, weiterentwickelt mit Eisenwasser weil sie sich Olivgrün gewünscht hatte. Links Goldrute und rechts Johanniskraut. Wobei es das Foto eigentlich nicht so gut trifft. Ich war gerade nochmal schnell bei Schwiegermuttern oben mit den Worten „Gib mir mal kurz die Wolle, ich muss schnell ein Foto machen“ 😉 Beide sind eigentlich viel goldener und wärmer als es hier jetzt aussieht.

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Hier auch nochmal die Ausgangspflanzen, weil ich diese „Büsche“ so schön finde 🙂

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Der Rainfarn „gammelt“ gerade kleingehäckselt in ein bißchen Regenwasser in einer Oskartonne vor sich hin. Das tut er weil ich noch nicht dazukam, ihn zu verarbeiten. Ich werde einfach mal Garnstränge dazuschmeißen und schauen, was passiert 🙂

Vorhin habe ich nochmal wilde Möhre geholt. Die werde ich in den nächsten Tagen noch verarbeiten. Und dann war ich vorhin nochmal am See und habe nach dem Schilf geschaut. Aber da blüht noch nix. Ist hier aber auch alles etwas später dran.

Mehr demnächst an dieser Stelle 🙂

 

Lagerfeuer Exzesse :-)

Wir haben eine Feuerstelle angelegt und wir lieben sie 🙂 Natürlich wird da gegrillt aber vorher und hinterher auch Wolle gefärbt. Das ist eine tolle Möglichkeit größere Mengen an Färbegut zu verarbeiten, weil eine Herdplatte eben nur eine Herdplatte ist und die mit einem 25 Liter Topf obendrauf ziemlich ineffizient wird.

Aber natürlich gibt’s auch hier die Bilderflut: 🙂

Farbenrausch

Jetzt muss ich doch mal dieses Bild zeigen:

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Ist das nicht schöööön !? Das ist fast ein Regenbogen (ok, blau fehlt, das kommt noch 🙂 ) und komplett von mir mit Naturfarben gefärbt. Pflanzenfarben kann ich hierzu nicht sagen, denn das pink und rosa ist mit Cochenille-Läusen gefärbt. Diese bekam ich getrocknet und ganz geliefert und mein lieber Mann hat sie mir gemörsert. Denn ich muss schon sagen, daß ich vor den doch noch recht erkennbar vorhandenen Läusen so meine Skrupel hatte. Aber es hat sich wirklich gelohnt diese Färbung auf Wolle durchzuführen. Leider hatte ich keine Seide mehr übrig, sodaß die Seide dann beim nächsten Mal ran muss.

Gestern habe ich noch Wiesenkerbel gesammelt und weiche ihn gerade in Regenwasser ein, um ihn dann zu kochen und eine Färbeflotte daraus zu erhalten:

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Die Löwenzahnfärbung habe ich gestern auch abgeschlossen. Hier das Sammelgut:

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Und die Wolle zeige ich später, da habe ich noch kein Foto gemacht. Es ist ein schönes warmes grün. Ich habe die kompletten gelb gefärbten Wollgarne mit Eisensulfat weiterentwickelt, da ich irgendwie zu wenig von diesem schönen Grün habe im Moment. Fotos folgen 🙂