Der richtige Zeitpunkt zum Sterben…

…nein, nicht ich – zu früh gefreut 😉

Es geht um Lilly, unsere Findelkind-Katze. Total abgemagert und schwanger kam sie am 31.3.2013 zu uns. Wir haben sie aufgepäppelt und sie hatte eine glückliche Zeit. Sie war dann auch Freigänger, weil sie es einfach wollte. – Ich hatte ja zuerst Bedenken, aber sie kam immer wieder rein, wenn man sie rief.

Nun ja. Am Sonntag, dem 2.11. – direkt nach der Ursellis Historica Weihnachtsfeier, bei der wir einen sehr fröhlichen Abend verbracht haben – ging es ihr schlecht. Sie lag viel und sah sehr matt und einfach ungesund aus. Ich hatte erst auf eine Verstopfung getippt und den Montag nochmal abgewartet. Aber da es nicht besser wurde, fuhr ich dann doch in die Tierklinik.

Was dann folgte, waren sieben Tierarzt-Besuche mit einer Odyssee aus Behandlung und Diagnostik. Zuerst glaubten wir an einen simplen Infekt und es gab Breitband-Antibiotiokum. Das wirkte allerdings nicht. Kurz gesagt – wir sind jetzt bei FIP – DER FIP, die tödlich ist. Unausweichlich und absolut endlich.

Da ich ganz viel herumgelesen habe und an allen Ecken und Enden verschiedene Informationen fand… UND der Meinung bin, daß unsere Tierklinik in Neu-Anspach absolut richtig und präzise die notwendige Diagnostik angewendet hat, schreibe ich den Verlauf hier mal in Kurzform auf. Vielleicht hilft es jemandem, der ebenfalls rätselt und sucht und sich die Finger wund googelt.

Katze Lilly, weiblich
Fundkatze (gefunden 31.3.2013) Birma-ähnlich, Alter schätzungsweise 2,5 bis 3,5 Jahre (wurde anhand der Zähne etc. von TA geschätzt)
Futter: wenig TroFu Porta sensitive, Nassfutter CFF, Mac, Cosma, Schlesir

Nach Fund damals u.A. großes Blutbid mit Ergebnis Corona Titer 1:400

Anfangsbefund: Katze sehr matt, müde, sitzt nur herum, verkriecht sich, frisst nicht.
Tierarzt: Fieber um die 40+
Antibiotikum Breitband (welches weiß ich leider nicht) + Novalgin – Verdacht auf Infekt
keine Besserung. Tag 2 genauso.
dann: zweites AB (Baytril) dazu plus Metacam
Weiterhin keine Besserung.
Daher: Geriatrisches Blutbild
Ultraschall: Flüssigkeit im Bauch (=gelb, relativ klar)
Punktatuntersuchung per Rivalta Probe = positiv.
Somit um die 80-90% FIP Verdacht. Allerdings ist die Rivalta Probe auch bei einigen bakteriellen Sachen positiv.
Eiweißverschiebung nicht wirklich aussagekräftig bzw. vorhanden (Faktor 0,6)
Sonstige Faktoren sprechen nicht wirklich für FIP

Daher: Punktatuntersuchung, nochmal Blutuntersuchung, Antibiogramm, bakteriologische Untersuchung.
Und: Hexadreson = Cortison (am Samstag letzer Woche) dazu.

Ergebnis: Katze wird etwas munterer, frisst wieder (nicht in gewohnter Menge, aber akzeptabel), wird wieder wacher. Aber klar, das macht das Cortison halt.

Montag wieder das selbe, da die Ergebnisse noch nicht da waren.
Katze wieder matter, liegt viel, aber verkriecht sich nicht mehr. Keine Anämie, keine Gelbsucht, aber eben die Flüssigkeit im Bauch, wenig Appetit und sehr matt / müde.

Punktatuntersuchung Ergebnis: Staphylokokken in Punktat gefunden. Antibiotikum speziell gegen Staphylokokken + Cortison

Soweit so schlecht. Die Staphylokokken sind ein Nebenschauplatz. Wer weiß ob die wirlich in der Flüssigkeit waren oder irgendwie sonst in die Probe gekommen sind. Staphylokokken sind ein stinknormaler Hautkeim, der da halt so rumdümpelt. Ich hatte ja gehofft, etwas „besseres“ bakterielles zu finden, da die Rivalta Probe wohl auch bei bakteriellen Sachen manchmal positiv ist, aber vorwiegend eben leider bei FIP.

Der Stand ist nun der, daß wir entschieden haben, die Cortison-Therapie abzubrechen. Denn am körperlichen Zustand ändert sie nichts. Was das Cortison aber tut ist mehr als „schräg“. Es putscht sie auf und macht sie auf eine völlig unnatürliche Art lebendig. Nur – da das am körperlichen Zustand ja nichts ändert, hat es eine wirklich zombieähnliche Anmutung. Ganz furchtbar. Das finden wir nicht gut. Es hat etwas von einer Marionette oder… ich weiß nicht.

Nun wird sie immer weniger. Und wir entscheiden täglich neu, wann DER Zeitpunkt da ist. Sollte man eine noch recht wache, aber sehr schwache Katze schon einschläfern lassen ? Oder noch warten ? Oder ganz von alleine sterben lassen ? Das wäre eigentlich meine bevorzugte Vorgehensweise.

Ich denke nach über Sterbehilfe – darüber warum es verboten ist, Menschen beim Sterben zu helfen. – Und warum es bei Tieren tierschutzrechtlich und -ideologisch verpönt ist, die Tiere selbst sterben zu lassen…

Hat man ein Recht selbst zu sterben ? Und wie sieht es aus, wenn man sterben will, aber das nicht verbal äußern kann ?

Lilly – unsere wunderschöne Miez:

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Nachtrag 29.11.:

Manchmal kennt man die Antwort schon, während man die Frage stellt. Ich habe Lilly letzte Nacht zur Regenbogenbrücke begleitet. Sie ist relativ ruhig eingeschlafen und musste nur ganz zum Schluss ganz kurz kämpfen.

R.I.P. meine kleine Glückskatze.

von Stulpen und Röcken…

Strickfieber. 😉 Na ja, schließlich muss man ja auch einiges von dem Garn, das man gesponnen und gefärbt hat verarbeiten. Muss man nicht – aber will man 🙂

Daher hier ein paar Impressionen und dann wieder an die Stricknadeln:

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Das da sind allesamt Lanesplitter (Röcke mit ebendiesem Namen) Nach dieser Anleitung: http://www.knitty.com/ISSUEff10/PATTlanesplitter.php

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Die Dinger machen wirklich süchtig. Daher auch schon einer fertig, einer in Arbeit und noch einer in Kleinmädchengröße – noch ohne Bund. Ok, da war schon einer dran, aber leider zu eng. Daher das ganze nochmal. Locker abketten heißt eben wirklich  l o c k e r  abketten 😉

Der blau-braune ist übrigens komplett aus Alfred und Kiara. Soll heißen braunes Milchschaf namens Kiara – selbst gewaschen, gezupft, kardiert, gesponnen und verstrickt zusammen mit Alfred – weißes Texel. Gleicher Arbeitsgang nur noch zusätzlich selbst mit Indigo gefärbt. Find ich ja richtig cool 🙂

 

Herbst…

Ja, nun ist wirklich richtig Herbst – die Aralie schmeißt ihre Blätter ab. Aber gruselig wird’s erst, wenn die Vögel gen Süden ziehen.

Aber gut, der Herbst bringt auch Dahlien und dann verwelkte Dahlien. Und die färben ganz wunderbare Gold-, Braun- und Grüntöne auf Wolle und Seide:

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Und Krapp habe ich auch mal wieder gefärbt – auf einem Merino-Seide Lacegarn:

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Und Spinnereien sind natürlich auch immer dabei:

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Besonders zu erwähnen das links oben liegende Garn… eine traumhafte Mischung aus Alpaka, Seide und Mohair. Ein Traaaaaum 🙂 Das waren mal diese Kammzüge:

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Und was auch noch nett ist im Herbst… Holz machen 🙂 Ich mag unsere Wippsäge 🙂

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Pilzwahn :-)

Momentan gibt es sooo viele Pilze, daß man im Prinzip nur eine halbe Stunde im Wald braucht um das Abendessen zu finden. Das hat ja was, mit dem Körbchen loszuziehen und Nahrung zu suchen (wenn man es nicht zwingend muss 😉 )

Hier mal einige meiner leckeren Fundstücke (ok, das Korb-Bild ist ein bißchen übertrieben, denn da mussten noch einige aussortiert werden, weil zum Teil madig und Gallen-Röhrlinge dabei)

 

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Gesponnen – gefärbt – gestrickt :-)

Man muss ja hin und wieder das Garn auch verarbeiten, was man so anfertigt, nicht wahr 🙂 Ich bin ja nicht so das Wahnsinns-Stricktalent, aber es wird 🙂 Ich habe ein paar tragbare Sachen produziert 🙂

Ein Schultertuch mit einer Spannweite von um die 2 Meter. Aus 6-fach Schurwollgarn mit 333m Lauflänge je 100g. Drei Stränge habe ich verarbeitet: Cochenille mit Indigo, irgendwas gelb färbendes (ich weiß es nicht mehr) mit Indigo und Indigo einzeln. Das Tuch sieht an der Spitze etwas komisch aus. Das liegt aber daran, daß es nicht gespannt ist, weil ich keine Fläche habe, auf die das Tuch zum Spannen passt.

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Dann haben wir hier einen Schulterwärmer aus Dochtwolle, heiß mit Krapp gefärbt. 2 Stränge mit je 100g komplett verbraucht. Es handelt sich um das Modell „Mirabell“ von Stephanie Pelkmann in etwas abgewandelter Form. In der Anleitung wird es als leichtes Sommerteil mit dünnerem Garn gestrickt. Aber der Sommer ist ja nun definitiv vorbei.  Ich muss ja gestehen, da das total einfache Lochmuster mich schon ziemlich Nerven gekostet hat. Aber ich habe gesiegt 🙂20140831_124804

Und noch ein Shrug „frei Schnauze“ aus einem Rechteck von Ärmel zu Ärmel. Das Teilchen ist aus von mir gesponnener und gefärbtem Garn gestrickt. 20140831_124911

Und der Star des Abends *lach* Ein langer Zipfelpullunder für’s Töchterchen aus dem SDD „Neptuns Töchter.“  Die Spirale ist aufgehäkelt und an den Rändern habe ich es auch umhäkelt – mit Garn, daß ich mit Bauholz gefärbt habe.

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So sahen der Kammzug und das gesponnene Garn aus:

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Bündelfärbung auf Baumwollshirts

Ich habe mich nun auch nochmal an der Bündelfärbung versucht. 4 Baumwollshirts, davon drei in Kindergröße.

Letzte Woche habe ich die Teile stückchenweise vorbehandelt: In Sodawasser ausgekocht und dann mit Tannin und Soda nochmal gekocht und nochmal mit Alaun. Gekocht hab ich jeweils nur ganz kurz um nicht so viel Energie zu verbrauchen und dann jeweils einen Tag stehen lassen.

Die verwendeten Pflanzen waren:

  • Wiesenknopf (hat lustige Muster gemacht)
  • Malvenblüten (völlig unsichtbar im Endergebnis)
  • Sonnenblumenblüten (hier gaben interessanterweise die Rückseiten der Blütenblätter mehr Farbe ab
  • rote und gelbe Dahlienblüten, wobei die gelben am stärksten färbten aber die roten das interessantere Muster gaben (innen grünlich und am Rand eher rötlich)

Und hier mal die Bilderflut:

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Das eine langärmlige Shirt war größtenteils mir Malvenblüten belegt. Oben im Brustbereich war eine Sonnenblumenblüte und unten zwei Blätter Fächerahorn. Das Shirt ist direkt wieder in die Beize gewandert um nochmal gefärbt zu werden. Wobei der Fächerahorn nochmal ran darf 🙂 Das gab ein nettes grün. Ich hätte an der Stelle nur vermutlich sorgfältiger und fester abbinden müssen, da die Struktur recht vermatscht rauskam.

Ansonsten schon ganz nett und ausbaufähig. Die großen Brettchen hätten nicht sein müssen und ich hätte vielleicht noch ein paar Teile zum reservieren mit einbinden können. In der Beize liegt jetzt noch ein Kleid und eben das eine Shirt, sodaß ich direkt nochmal probieren kann 🙂

Ach und da war noch was – Ein Shibori-Versuch auf einem fleckigen Leinenkleid meiner Tochter. Wobei ich es gar nicht Shibori nennen möchte, das ist Hochstapelei. Eher Reservierungstechnik mit Korken und Indigo 🙂 Töchterlein mag es und mir gefällt es auch.

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Färbungen der letzten Tage

So, das Alkanna-Experiment mit dem Ölauszug ergab leider nicht den erhofften Erfolg. Es wurde nur ein mattes Altrosa, das aber immerhin sehr lichtecht zu sein scheint (ich hatte den Strang lieblos in der Sonne liegen lassen und er sieht noch aus wie vorher – meine ich zumindest, ohne einen Vergleichsstrang zu haben.

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Die Reste von der Krapp-Fermentationsfärbung habe ich ja mit dem Zwiebelschalen-Rest zusammengeschüttet und noch ein paar Tage stehen lassen. Das gab ein supergeiles Karotten-Orange:

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Das war meine „Kaltfärbung“ mit Zwiebel:

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…einen Teil „roh“ gelassen und den anderen Teil mit Indigo überfärbt.

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Dann hatte ich die Schalen doch nochmal gekocht und dann mit Eisenwasser zu Oliv weiterentwickelt:

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Es ist total cool, daß für diese vier verschiedenen Färbungen im Prinzip 400 g Zwiebelschalen die Grundlage waren. 🙂

In der letzten Woche habe ich mit Johanniskraut und mit Goldrute gefärbt. Beides für meine Schwiegermutter, weiterentwickelt mit Eisenwasser weil sie sich Olivgrün gewünscht hatte. Links Goldrute und rechts Johanniskraut. Wobei es das Foto eigentlich nicht so gut trifft. Ich war gerade nochmal schnell bei Schwiegermuttern oben mit den Worten „Gib mir mal kurz die Wolle, ich muss schnell ein Foto machen“ 😉 Beide sind eigentlich viel goldener und wärmer als es hier jetzt aussieht.

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Hier auch nochmal die Ausgangspflanzen, weil ich diese „Büsche“ so schön finde 🙂

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Der Rainfarn „gammelt“ gerade kleingehäckselt in ein bißchen Regenwasser in einer Oskartonne vor sich hin. Das tut er weil ich noch nicht dazukam, ihn zu verarbeiten. Ich werde einfach mal Garnstränge dazuschmeißen und schauen, was passiert 🙂

Vorhin habe ich nochmal wilde Möhre geholt. Die werde ich in den nächsten Tagen noch verarbeiten. Und dann war ich vorhin nochmal am See und habe nach dem Schilf geschaut. Aber da blüht noch nix. Ist hier aber auch alles etwas später dran.

Mehr demnächst an dieser Stelle 🙂

 

Färben mit Alkanna – Experiment mit Ölauszug

Ich habe ein wenig an Alkanna herumüberlegt. Bei Dorothea Fischer steht, daß der _rote_ Farbstoff öl-löslich ist. Ich würde gern mal versuchen, das Rot auf die Fasern zu bekommen.

Daher habe ich 3 Gläser angesetzt: jeweils 2 Esslöffel Alkanna. Und dann von links nach rechts:

  • Sonnenblumenöl,
  • Sonnenblumenöl plus einen Esslöffel Geschirrspülmittel,
  • Milch 3,5% Fett.

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Das Foto ist ca. 10 Minuten nach dem Ansetzen gemacht. Ich habe die Gläser nun mal an einen potentiell sonnigen Platz gestellt.
Ich dachte mir, man könnte dann die Wurzelteile abseihen und dem Öl einen Emulgator zugeben. Beim Spüli-Öl Gemisch ist er ja schon drin und bei der Milch im Prinzip auch. Und das Fett müßte man dann wiederum mit Spüli oder auch Soda wieder aus der Wolle / dem Stoff bekommen. So der Plan, mal sehen ob das klappt.

Hellblau, gelb, rostrot, grün und ein Unfall :-)

Hier auch mal wieder ein paar Sachen von mir 🙂 Ich komme ja momentan nicht so wirklich an die Indigoküpe, die ich aber mittlerweile gut im Griff habe. Ich hatte sie nochmal vergrößert und in einen 25 Liter Eimer umgefüllt. Sie war ja anfangs zu stark geraten und jetzt passt es. Nun, heute habe ich mal wieder blau gemacht. Scheint irgendwie nur Sonntags zu klappen…

Ich habe den zweiten Zug einer Zwiebelschalenfärbung überfärbt und noch ein paar Stränge hellblau:

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Das gelbe ist der erste Zug einer Zwiebelschalenfärbung. Und das rostrote ist das Ergebnis der Fermentationsfärbung mit Krapp (plus ein Rest Faulbaumrinde und Sandelholz). Das ganze Stand zusammen mit Weizenkleie um die Bakterien zu füttern für knapp 4 Wochen in der Sonne und wurde einmal am Tag durchgerührt.

Das hellblau ist auf gebeizter Wolle entstanden. Ich dachte ich hätte noch Vorrat, was dann aber doch nicht so war. Und dann habe ich Stränge aus der Kaltbeize genommen, gespült nochmal in klarem Wasser ziehen lassen und dann ab in die Küpe. Und ich finde, daß der Ton anders wurde als ohne die Beize. Selbe Wolle vorletzte Woche einfach nur gewaschen und in Wasser eingelegt. Interesant. Da muss ich mal schauen, ob sich das reproduzieren lässt. Ich finde, daß das blau wärmer und weniger graustichig hervorkam als auf derselben Wolle ohne Beize…

Die Zwiebel-Indigo- Wolle ist etwas fleckig, da ich die Zwiebelfärbung in Kontaktfärbung gemacht habe. Ich mag Kontaktfärbungen und langsame Färbungen: Färbematerial und Garn in einen Eimer und warten. Ich schwenke gerade vom Auskochen auf die langsame Art und finde das spannend und sanfter für die Wolle und zudem ökologischer.

Und dann gab es noch ein paar Spinnereien:

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Links dreifach gezwirnt aus einem dickeren Faden braunes Milchschaf und zwei dünnen Fäden Kerry Hill. Beides aus Deutschland und im Vlies direkt vom Schaf zu mir gekommen. Gewaschen, kardiert und gesponnen von mir 🙂 Ich nähere mich dem „vom Schaf zum Pulli“ ganz gewaltig 🙂

Daneben mal zum Testen ein Space Kammzug Merinowolle (das sind ganz dünne Kammzüge, die man recht schnell durchs Spinnrad jagen kann. Und daneben mal ein 4-fach Zwirn aus Kerry Hill zum Testen.

Und dann hatte ich mit dem armen Kerry Hill auch noch einen kleinen Unfall:

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Das ist das Ergebnis von: Letztes Fadenstück beim Spinnen einfach auf die Spule flutschen lassen und dann nicht mehr wiederfinden. Beim besten Willen nicht. Der beste aller Ehemänner hat es auch versucht und nicht gefunden. Somit musste ich leider die Schere nehmen. Aber das wird nicht weggeworfen. Es wären super Puppenhaare oder die Füllung einer Wulsthaube oder mal filzen… mal sehen 🙂 Kommt in die „wird noch was draus – Kiste 🙂 )