Konsum, „Habenwill“ versus einfaches Leben

Gerade habe ich einen schönen Artikel in einem Blog gelesen, den ich immer mal wieder verfolge: Der Konsum – von Ingo Waldmann

Und das trifft auch eine Sache, über die ich gerade immer mal wieder intensiver nachdenke – anlässlich der Weihnachtszeit und auch so generell.

Ich versuche selber schon seit langer Zeit, wirklich wenig zu kaufen und eben auch überlegt und sinnvoll zu konsumieren. Viel selber zu machen, aufzubrauchen was da ist, zu nutzen was vorhanden ist. Das ist natürlich bei den Kindern auch wieder etwas anderes, da geht das nicht so ohne Weiteres – zumindest muss man doch einen gesellschaftlichen Standard halten, der „üblich“ ist. Hinsichtlich Spielsachen, Kleidung etc. Dazu stehe ich auch komplett. Denn Werte vermitteln und Kinder von vornherein in etwas pressen sind zweierlei Dinge. Ersteres ist gut und zweiteres absolut indiskutabel.

Aber im Endeffekt ist es natürlich der Konsum, an dem unser ganzes Dilemma hinsichtlich Umweltgeschichten beginnt. Noch mehr, noch tolleres, noch billigeres in kürzerer Zeit shoppen. Und damit sind natürlich auch ganz oft irgendwelche anderen Bedürfnisse verknüpft. Da vermittelt eine neue Bodylotion ein super Hautgefühl und man ist direkt wunderschön. Oder das neue Waschmittel macht einen zur super Hausfrau. Die neueste Deko aus fernöstlichen Kinderhänden macht das traute Heim irgendwas zwischen heimelig und stylish.

So und genau da ist der Punkt. – Ohne es zu wollen sitzt man diesem Kram immer mal wieder auf. Ja, ich gestehe. 🙂 Wie auch immer das passiert – gerade zum Jahresende, im kalten Winter mit grauen nebligen Tagen shoppe ich. Und ganz besonders und allen voran Kosmetik. Ist ja nicht so, daß ich keine hätte. 😉 Aber – irgendwie tue ich es bewußt. Ich habe also ein tristes, graues Gefühl und dann gucke ich auf Youtube DM-Hauls von Youtuberinnen wie „barbieloveslipstics“ etc. Und mache mir eine Einkaufsliste. Und oft arbeite ich diese dann auch ab. Wohl wissend, daß ich da gerade ein ganz anderes Bedürfnis befriedige. – Nach Sonne und Düften und irgendwelchen blumigen Sommerfeelings 😉 Schlimm. Ist das nun besser, weil ich es bewußt tue und mir klar ist, was da passiert ? Vermutlich nicht.

Ich schreibe dann mal weiter wenn ich der Sache auf den Grund gegangen bin, oder sie gelöst habe. 🙂

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