Frühlingsfest Krebsmühle mit Ursellis Historica

Heute war das Frühlingsfest der Krebsmühle in Oberusel. Und das Vereinsgelände unseres Mittelaltervereins Ursellis Historica liegt ja direkt hinter der Krebsmühle. So kam es, daß gleichzeitig ein Vereinslager stattfand. Auf dem Gelände gibt es mittlerweile ein keltisches Grubenhaus und eine tolle Schmiede nach historischem Vorbild (in Fachwerkbau mit Lehmgefachen). Alles wurde komplett von den Vereinsmitgliedern selbst errichtet und ist ein wunderbares Beispiel für das Zusammenspiel einer Gruppe mit gemeinsamen Interessen. Es ist einfach grandios, was da innerhalb kürzester Zeit entstanden ist !

Noch zu unserem Arbeitseinsatz am 5.+6. April standen gerade mal die Grundpfeiler der Schmiede und der Dachstuhl des Grubenhauses ! Und heute ist es Grubenhaus komplett fertig und in der Schmiede wurde heute bereits geschmiedet !

Außerdem gab es heute auf dem Vereinsgelände die Möglichkeit, sich im Bogenschießen zu erproben, es wurde Stockbrot gebacken, und mit Pflanzen Wolle gefärbt. Es gab Vorführungen im Schaukampf, einerseits von den Wikingern Christian & Christian, was ich persönlich von der Namensonstellation her total witzig finde und andererseits im Sinne der Fechtbücher von Talhoffer und Lichtenauer durch meinen Mann und mich. Und ich habe heute das erste Mal öffentlich gesponnen und bin total begeistert wieviel positive Resonanz es gab. Besonders die Kinder waren ganz toll und sehr interessiert ! Ok, meine eigenen nicht so, die kennen das ja aber auch schon, daß die Mama spinnt und haben das bereits im Kindergarten entsprechend verwurstet („Meine Mama spinnt“ ist der running gag schlechthin 🙂 )

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Aber ich fand es schön, daß so viele Leute Fragen gestellt haben und es spannend fanden, wie ein Faden aus einem Kammzug entsteht, wie verzwirnt wird etc. Die Kinder waren klasse und haben zum Teil mitentschieden, wann ich auf die jeweils andere Wollfarbe wechsle. (ich habe naturweiße und lachsfarbene Wolle im Wechsel versponnen.) Sie haben gefragt, warum das Spinnrad sich dreht und warum der Faden nicht reißt und noch vieles mehr. Zeitweise habe ich dann auch auf die Handspindel gewechselt und zwei Mädchen wollten (und durften) sich sogar an der Handspindel probieren.

Es gab auch ganz viele andere Angebote. So hat z.B. das Team unserer Lagerküche angeboten, Stockbrot am Lagerfeuer zu backen. Es wurde erklärt, wie Eisen geschmiedet wird ( bzw. wurde) und die Gauklerfamilie gab den Kindern die Möglichkeit, zu lernen, wie ein Diablo funktioniert und was für tolle Kunststücke damit möglich sind. 

Ich finde es wunderbar, so einem tollen, lebendigen Verein anzugehören mit vielen netten Menschen, vielfältigen Ideen und einem Zusammenhalt, den man selten irgendwo findet.

Übrigens gibt es uns auch nochmal in „größer“ bei der Oberurseler Feyerey 2014, die vom Verein Ursellis Historica veranstaltet wird. Und es wird auch im September noch ein Vereinslager auf dem Vereinsgelände geben, ähnlich wie dieses heute. Ihr dürft gepannt sein .Und alle, die hier aus der näheren Umgebung kommen, sind herzlich eingeladen !

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