Archiv der Kategorie: Wolle färben

Bunt gemixte Eindrücke <3 Instagram meets Blog ;-)

Abendessen ist fertig 🙂 (plus Käse und frisches Brot ) #freshfruit #healthyfood #eatcolorful #lovetobeamom #iamlovingit #yummyfruit #vitamine

Ein von Birgit ☆ @Blumenkinder.eu ☆ (@blumenkinder_eu) gepostetes Foto am

Bäääääähhh … es schneit schon wieder #mombusiness #viewdown #needspringnow #momlife #ichwilljetztfrühling

Ein von Birgit ☆ @Blumenkinder.eu ☆ (@blumenkinder_eu) gepostetes Foto am

Lagerkater at work 🙂 #suchislife #mombusiness #catatwork #katzenliebe #katzebeiderarbeit #iamlovingit #lovemyjob

Ein von Birgit ☆ @Blumenkinder.eu ☆ (@blumenkinder_eu) gepostetes Foto am

Offene Burg Altweilnau

Lange nichts gepostet… Schande über mich.

Aber ihr wisst ja, der Alltag und so… 🙂 Deswegen auch nur kurz 🙂

Ich habe mich sehr gefreut, am Wochenende bei der Offenen Burg Altweilnau mitwirken zu dürfen. Es war toll viele nette Menschen zu treffen und interessante Gespräche zu führen, während ich am Spinnrad und der Handspindel die Herstellung von Garn aus Wolle vorführen durfte. Ich hatte eine Menge von mir pflanzengefärbte Garne dabei und konnte so ebenfalls zeigen, wie bunt es „damals“ eigentlich zuging.

Hier ein paar Eindrücke.

Mein Stand auf dem Burggelände mit pflanzengefärbten Garnen, Spinnrad, Handspindeln, Wollkämmen und Handkarden:

11351221_1115433308483339_4282583589385913138_n

 

Und die beiden Zeitungsartikel aus dem Usinger Anzeiger und der Taunuszeitung:

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Feuer-und-Flamme-beim-Fest-auf-der-Burg;art48706,1427157

http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/weilrod/mittelalterliches-treiben_15473925.htm

Hier liegen auch schon wieder einige tolle Färbungen zum Reifen (das ist wichtig um die Farbechtheit zu garantieren), die demnächst in den Shop wandern.

 

Und selbstverständlich habe ich für nächstes Jahr bereits zugesagt. Also: Wochenende nach Pfingsten – Altweilnau – Offene Burg 🙂 Notieren ! 🙂

Von flauschigen Tüchern und bunten Socken…

Also ich habe ja wirklich einen Wollfetisch, könnte man meinen 🙂 Es sind in den letzten Wochen wieder einige Sachen entstanden:

Hier mal der Tücherstapel.

DSC_4117

Alles aus selbstgesponnenem Garn und 2 davon auch von mir gefärbt. Aber mal der Reihe nach:

Dieses Tuch besteht aus grauem „irgendwas“ aus einer Restetüte. Könnte Merion mit einer Beimischung von Viskose gewesen sein. Und die bunten Reihen sind von mir gefärbte Merino-Seide und Merino (2 verschiedene Stränge)

DSC_4123

Dann haben wir hier ein Tuch aus von mir gefärbter Wensleydale Wolle. Super flauschig, aber nicht ganz kratzfrei. Aber wenn man das Tuch eingetragen hat, geht es. Und ich bin da eh nicht so furchtbar empfindlich. Ich habe auch ein Tuch aus Eiderwolle, was ich problemfrei trage. Daher völlig ok 🙂

DSC_4124

Und das superwarme, schwere Ganzstück:

Gestrickt im weaving stitch, der an sich sehr schwere, dichte Ergebnise fabriziert. Und dann handelt es sich um eine besonders wärmende, schwere Fasermischung: Je 33,3 % Baby-Alpaka, Mohair und Tussahseide. Diese Fasermischung ist ein Traum. Es ist ein toller Schal für die fieseste Kälte geworden 🙂

DSC_4125

Und zum Schluss noch das „Rosentuch“. Aus 2 von mir kardierten Monsterbatts mit je 80g, also insgesamt 160g Merinowolle.

DSC_4126

Ja und dann bin ich ja derzeit auch noch im Sockenfieber. Es hat momentan noch den „ich übe noch“ Status. Ich probiere verschiedene Weiten und Nadelstärken um die perfekten Socken für meine Füße zu finden. Da habe ich letzten Freitag noch ein paar tolle Tipps in unserer Finsternthäler Spinnstube erhalten 🙂 Ich kann momentan nur die Bumerangferse. Die Käppchenferse muss ich mir nochmal näher anschauen und üben.

Die grün-rot-grauen sind „it’s not a bug – it’s a feature“ 😉 Denn das Bündchen am einen Socken ist 5 Reihen kürzer als das beim anderen Socken. Aber das habe ich erst festgestellt, als ich an der Ferse angekommen war und – ehrlich die Arbeit von einem Abend wieder aufziehen ??? – Nö.

DSC_4118

Dann hab ich hier mal eine Version Kuschelsocken probiert, bzw. bin noch dabei. Ich stricke aus zwei Knäulen zusammen, somit werden das Sofasocken, die dann noch mit Latex eine rutschfeste Sohle bekommen sollen.

DSC_4119

Und hier noch zwei schon fertige Paare. Die grünen waren die ersten und haben entsprechend Fehler an der Ferse und „Lüftungslöcher“. Aber passt schon 🙂 Alle Stränge sind von mir gefärbt – das ist ja die andere Sucht, die nur jetzt im Winter nicht ganz so bedient wird, weil ich das eher draußen tue. Zum einen wegen der Nutzung von Regenwasser und zum anderen, weil ich nicht ohne viele Töpfe und viel Sauerei färben kann. Wenn man aufpassen muss, nicht zu kleckern macht es keinen Spaß 🙂

DSC_4122

Und noch ein „work in process“: Das wird das Landlust-Tuch. Aus selbstgesponnener Merinowolle mit Glitzer (Angelinafasern) Das Glitzern sieht man auf den Bildern leider nicht, Ich hatte anfangs ein wenig Probleme das Muster zu verstehen. Das Problem war aber mit dieser Youtube Anleitung ganz schnell behoben. Die Anleitung zum Tuch ist kostenlos hier herunterzuladen: Landlust Tuch Anleitung

DSC_4120 DSC_4121

von Stulpen und Röcken…

Strickfieber. 😉 Na ja, schließlich muss man ja auch einiges von dem Garn, das man gesponnen und gefärbt hat verarbeiten. Muss man nicht – aber will man 🙂

Daher hier ein paar Impressionen und dann wieder an die Stricknadeln:

20141022_101039 20141025_114120 20141025_130341  10743756_975484045811600_619611239_n

Das da sind allesamt Lanesplitter (Röcke mit ebendiesem Namen) Nach dieser Anleitung: http://www.knitty.com/ISSUEff10/PATTlanesplitter.php

10440759_977453068948031_2650518457313984205_n

Die Dinger machen wirklich süchtig. Daher auch schon einer fertig, einer in Arbeit und noch einer in Kleinmädchengröße – noch ohne Bund. Ok, da war schon einer dran, aber leider zu eng. Daher das ganze nochmal. Locker abketten heißt eben wirklich  l o c k e r  abketten 😉

Der blau-braune ist übrigens komplett aus Alfred und Kiara. Soll heißen braunes Milchschaf namens Kiara – selbst gewaschen, gezupft, kardiert, gesponnen und verstrickt zusammen mit Alfred – weißes Texel. Gleicher Arbeitsgang nur noch zusätzlich selbst mit Indigo gefärbt. Find ich ja richtig cool 🙂

 

Herbst…

Ja, nun ist wirklich richtig Herbst – die Aralie schmeißt ihre Blätter ab. Aber gruselig wird’s erst, wenn die Vögel gen Süden ziehen.

Aber gut, der Herbst bringt auch Dahlien und dann verwelkte Dahlien. Und die färben ganz wunderbare Gold-, Braun- und Grüntöne auf Wolle und Seide:

20141014_122506

Und Krapp habe ich auch mal wieder gefärbt – auf einem Merino-Seide Lacegarn:

20141014_122747

 

Und Spinnereien sind natürlich auch immer dabei:

20141014_123237

Besonders zu erwähnen das links oben liegende Garn… eine traumhafte Mischung aus Alpaka, Seide und Mohair. Ein Traaaaaum 🙂 Das waren mal diese Kammzüge:

20140918_151420

 

Und was auch noch nett ist im Herbst… Holz machen 🙂 Ich mag unsere Wippsäge 🙂

10593225_966158646744140_8859932299583441510_n 10407748_966158596744145_424303030704988310_n

Färbungen der letzten Tage

So, das Alkanna-Experiment mit dem Ölauszug ergab leider nicht den erhofften Erfolg. Es wurde nur ein mattes Altrosa, das aber immerhin sehr lichtecht zu sein scheint (ich hatte den Strang lieblos in der Sonne liegen lassen und er sieht noch aus wie vorher – meine ich zumindest, ohne einen Vergleichsstrang zu haben.

20140807_135719 20140807_135737 20140807_140009

Die Reste von der Krapp-Fermentationsfärbung habe ich ja mit dem Zwiebelschalen-Rest zusammengeschüttet und noch ein paar Tage stehen lassen. Das gab ein supergeiles Karotten-Orange:

DSC_4022

Das war meine „Kaltfärbung“ mit Zwiebel:

DSC_4054

…einen Teil „roh“ gelassen und den anderen Teil mit Indigo überfärbt.

DSC_4051

Dann hatte ich die Schalen doch nochmal gekocht und dann mit Eisenwasser zu Oliv weiterentwickelt:

DSC_4049

Es ist total cool, daß für diese vier verschiedenen Färbungen im Prinzip 400 g Zwiebelschalen die Grundlage waren. 🙂

In der letzten Woche habe ich mit Johanniskraut und mit Goldrute gefärbt. Beides für meine Schwiegermutter, weiterentwickelt mit Eisenwasser weil sie sich Olivgrün gewünscht hatte. Links Goldrute und rechts Johanniskraut. Wobei es das Foto eigentlich nicht so gut trifft. Ich war gerade nochmal schnell bei Schwiegermuttern oben mit den Worten „Gib mir mal kurz die Wolle, ich muss schnell ein Foto machen“ 😉 Beide sind eigentlich viel goldener und wärmer als es hier jetzt aussieht.

20140813_161609

Hier auch nochmal die Ausgangspflanzen, weil ich diese „Büsche“ so schön finde 🙂

20140805_125413 20140805_125420 20140805_163212

Der Rainfarn „gammelt“ gerade kleingehäckselt in ein bißchen Regenwasser in einer Oskartonne vor sich hin. Das tut er weil ich noch nicht dazukam, ihn zu verarbeiten. Ich werde einfach mal Garnstränge dazuschmeißen und schauen, was passiert 🙂

Vorhin habe ich nochmal wilde Möhre geholt. Die werde ich in den nächsten Tagen noch verarbeiten. Und dann war ich vorhin nochmal am See und habe nach dem Schilf geschaut. Aber da blüht noch nix. Ist hier aber auch alles etwas später dran.

Mehr demnächst an dieser Stelle 🙂

 

Färben mit Alkanna – Experiment mit Ölauszug

Ich habe ein wenig an Alkanna herumüberlegt. Bei Dorothea Fischer steht, daß der _rote_ Farbstoff öl-löslich ist. Ich würde gern mal versuchen, das Rot auf die Fasern zu bekommen.

Daher habe ich 3 Gläser angesetzt: jeweils 2 Esslöffel Alkanna. Und dann von links nach rechts:

  • Sonnenblumenöl,
  • Sonnenblumenöl plus einen Esslöffel Geschirrspülmittel,
  • Milch 3,5% Fett.

20140730_201220

Das Foto ist ca. 10 Minuten nach dem Ansetzen gemacht. Ich habe die Gläser nun mal an einen potentiell sonnigen Platz gestellt.
Ich dachte mir, man könnte dann die Wurzelteile abseihen und dem Öl einen Emulgator zugeben. Beim Spüli-Öl Gemisch ist er ja schon drin und bei der Milch im Prinzip auch. Und das Fett müßte man dann wiederum mit Spüli oder auch Soda wieder aus der Wolle / dem Stoff bekommen. So der Plan, mal sehen ob das klappt.

Hellblau, gelb, rostrot, grün und ein Unfall :-)

Hier auch mal wieder ein paar Sachen von mir 🙂 Ich komme ja momentan nicht so wirklich an die Indigoküpe, die ich aber mittlerweile gut im Griff habe. Ich hatte sie nochmal vergrößert und in einen 25 Liter Eimer umgefüllt. Sie war ja anfangs zu stark geraten und jetzt passt es. Nun, heute habe ich mal wieder blau gemacht. Scheint irgendwie nur Sonntags zu klappen…

Ich habe den zweiten Zug einer Zwiebelschalenfärbung überfärbt und noch ein paar Stränge hellblau:

20140727_140242

Das gelbe ist der erste Zug einer Zwiebelschalenfärbung. Und das rostrote ist das Ergebnis der Fermentationsfärbung mit Krapp (plus ein Rest Faulbaumrinde und Sandelholz). Das ganze Stand zusammen mit Weizenkleie um die Bakterien zu füttern für knapp 4 Wochen in der Sonne und wurde einmal am Tag durchgerührt.

Das hellblau ist auf gebeizter Wolle entstanden. Ich dachte ich hätte noch Vorrat, was dann aber doch nicht so war. Und dann habe ich Stränge aus der Kaltbeize genommen, gespült nochmal in klarem Wasser ziehen lassen und dann ab in die Küpe. Und ich finde, daß der Ton anders wurde als ohne die Beize. Selbe Wolle vorletzte Woche einfach nur gewaschen und in Wasser eingelegt. Interesant. Da muss ich mal schauen, ob sich das reproduzieren lässt. Ich finde, daß das blau wärmer und weniger graustichig hervorkam als auf derselben Wolle ohne Beize…

Die Zwiebel-Indigo- Wolle ist etwas fleckig, da ich die Zwiebelfärbung in Kontaktfärbung gemacht habe. Ich mag Kontaktfärbungen und langsame Färbungen: Färbematerial und Garn in einen Eimer und warten. Ich schwenke gerade vom Auskochen auf die langsame Art und finde das spannend und sanfter für die Wolle und zudem ökologischer.

Und dann gab es noch ein paar Spinnereien:

20140725_200027

 

Links dreifach gezwirnt aus einem dickeren Faden braunes Milchschaf und zwei dünnen Fäden Kerry Hill. Beides aus Deutschland und im Vlies direkt vom Schaf zu mir gekommen. Gewaschen, kardiert und gesponnen von mir 🙂 Ich nähere mich dem „vom Schaf zum Pulli“ ganz gewaltig 🙂

Daneben mal zum Testen ein Space Kammzug Merinowolle (das sind ganz dünne Kammzüge, die man recht schnell durchs Spinnrad jagen kann. Und daneben mal ein 4-fach Zwirn aus Kerry Hill zum Testen.

Und dann hatte ich mit dem armen Kerry Hill auch noch einen kleinen Unfall:

20140724_210201

Das ist das Ergebnis von: Letztes Fadenstück beim Spinnen einfach auf die Spule flutschen lassen und dann nicht mehr wiederfinden. Beim besten Willen nicht. Der beste aller Ehemänner hat es auch versucht und nicht gefunden. Somit musste ich leider die Schere nehmen. Aber das wird nicht weggeworfen. Es wären super Puppenhaare oder die Füllung einer Wulsthaube oder mal filzen… mal sehen 🙂 Kommt in die „wird noch was draus – Kiste 🙂 )

 

Heute habe ich Blau gemacht :-)

Indigofärbung die erste 🙂

Ich habe vorgestern eine Fermentationsküpe in einem Futtereimer angesetzt. Mit Krapp, Weizenkleie, Soda und 30g Indigo. Ich habe dafür Regenwasser genommen, daher denke ich, daß da eigentlich schon ein paar nette Bakterien drin sein müssten. Aber bisher fermentiert da nix. Aber ist ja erst 2 Tage alt. Dafür blubbert der Nachbartopf mit Krapp, Sandelholz und Faulbaumrinde schon fröhlich vor sich hin. Da nimmt sich die Küpe dann hoffentlich ein Beispiel dran.

Und dann habe ich heute mit den Indigokristallen und Soda eine Hydrosulfit Küpe angesetzt. Hey, das war ja cool. Ruck zuck war die Blume und der metallische Schimmer drauf. Dann hab ich noch ein bißchen im Garten rumgewurschtelt und dann losgefärbt.

Dafür genommen habe ich verschiedene Garne, jeweils 2 Stränge:

  • 4-fach Sockenwolle mit Polytierchen (25%)
  • 6-fach Sockenwolle aus reiner Schurwolle
  • 4-fach Schurwolle 300m LL
  • 4-fach Schurwolle 200m LL
  • 4-fach Schurwolle 200m LL aus einer zu hell geratenen Kamillenfärbung, einer davon mit Eisenwasser weiterentwickelt
  • 1 Strang selbst gesponnene naturfarbene Texel
  • 1 Strang selbstgesponnene Texel aus der Faulbaumrinden-Färbung (kräftig senfgelb-ocker) da habe ich leider jetzt kein Vorher-Foto gemacht

Stoffe:

  • naturbraunes Leinen
  • Barchent (Kett-/Schussfaden Leinen bzw. Baumwolle)
  • mercerisierte Baumwolle, relativ dünn
  • Stofftaschentücher aus Baumwolle

Die Hände wurden bei mir Handschuhverweigerer auch schön blau, aber beim zweiten Tauchgang hab ich dann doch Handschuhe hergenommen, war doch schon sehr, sehr blau 🙂

Die Küpe ist mit ca. 12 bis 13 Liter Wasser angesetzt (der Topf hat 15 Liter Fassungsvermögen). Allerdings jetzt mit den ganzen 37g Indigokristallen, die im Tütchen waren. Ich muss sagen, daß ich das eigentlich noch aufteilen wollte, aber dann war ich kurz abgelenkt und schwups waren die ganzen Kristalle im Becher. Na ja, war wohl ein bißchen viel glaube ich. Jedenfalls war der erste Tauchgang schon sehr dunkelblau.

Ich habe den ersten Tauchgang gemacht, dann gespült und dann waren wir erstmal 2 Stunden auf dem Spielplatz. Ich denke da war dann alles gut durchoxidiert. Ich habe dann nochmal gespült, weil alles schon ziemlich trocken war.

Der zweite Tauchgang hat dann aber fast nichts an der Farbe geändert, finde ich. Vermutlich weil beim ersten schon sehr viel Indigo drin war ?

Das eine Taschentuch habe ich geknotet. Das sieht ganz witzig aus. Und das andere am Ende, habe ich gedreht und zusammengelegt wie einen Strang Wolle. Das gab ein schönes Wellenmuster. Das Tuch war jetzt auch nur einmal drin ganz am Ende. Es ist schon sehr hellblau.

Das war eine sehr spannende Sache 🙂 Nun trocknen alle Stränge und Stoffstücke nachdem ich sie nochmal mit einem Schuss Essig im Wasser durchgespült habe. Und dann werde ich sie nochmal mit Wollwaschmittel durchwaschen und gründlich spülen und dann mal auf Licht- und Reibechtheit testen.

Ach so: Die Sockenwolle mit dem Polyesteranteil ist interessanterweise am dunkelsten geworden. Diese Wolle nimmt aber auch andere Farben sehr gut auf, also Säurefarben und Pflanzenfarben. Die 6-fach Wolle ist eher graublau geworden, den Farbton mag ich gern. Die hellen Kamillenfärbungen konnte ich nachher kaum noch auseinanderhalten. Der grüne Strang unterscheidet sich kaum vom gelben. Und insgesamt ist es hmmm… taubenblau würde ich sagen. Schön finde ich die Überfärbung der kräftigen Faulbaumrinden-Färbung. Das ist ein schönes warmes moosgrün. Da kommt die Farbe auf dem Foto mit den Wollhäufchen am besten hin. Auf den anderen Bildern ist die Farbe verfälscht. Die Flecken auf den Stoffstücken sind nass. Die Färbung an sich ist relativ gleichmäßig geworden. Wobei die Teile die mit dem Schaum auf der Küpe in Berührung kamen ein wenig fleckig sind. Und das Tuch, was ich geknotet hatte, hat ein paar einzelne blaue Punkte. Woher die kommen ist mir nicht ganz klar. Insgesamt hat sich die Farbaufnahme bei den Wollsträngen genauso gestaltet wie bei den Säurefarben und Pflanzenfarben. Die 300m Lauflänge Schurwolle wird immer eher etwas matter. Die Poly-SoWo kommt immer recht leuchtend raus und die 6-fach SoWo ist etwas dazwischen vom Farbton  der Farbaufnahme.

Im Nachhinein betrachtet hätte ich eigentlich drei Stränge je Garnsorte nehmen müssen um den einen nur einmal zu tauchen. Da fehlt mir jetzt der direkte Vergleich zwischen erstem und zweitem Zug. Zwei sind es deswegen, weil ich dann einen jeweils mal für nen Tag in die pralle Sonne legen will und dann mit dem anderen vergleichen. Das mache ich bei den anderen Pflanzenfärbungen immer (wenn ich eine Pflanze das erste Mal nutze) und das ist manchmal ganz überraschend.

Lagerfeuer Exzesse :-)

Wir haben eine Feuerstelle angelegt und wir lieben sie 🙂 Natürlich wird da gegrillt aber vorher und hinterher auch Wolle gefärbt. Das ist eine tolle Möglichkeit größere Mengen an Färbegut zu verarbeiten, weil eine Herdplatte eben nur eine Herdplatte ist und die mit einem 25 Liter Topf obendrauf ziemlich ineffizient wird.

Aber natürlich gibt’s auch hier die Bilderflut: 🙂