Archiv der Kategorie: Nadelbinden

Woll-Lust … Fortsetzung I

Dann gab es noch einen schönen Kammzug in dezenten blau-rosa-lila-Tönen. Versponnen sah er so aus:

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Das ganze Navajo verzwirnt. Die Anleitung hier für gibt es ebenfalls bei chantimanou auf Youtube

Und weil dann das Spinnfutter alle war hab ich gleich noch etwas selbst gefärbt. Ostereierfarbe und Ulrich natürlich Entkalker statt Essig (hat tadellos funktioniert):

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Und die Fortsetzung dieser beiden Bilder ist das hier: 

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Der selbstgefärbte Kammzug ist mittlerweile versponnen und verzwirnt und die andere Wolle ist mittlerweile zu nadelgebundenen Socken mutiert. Wobei ich hier sagen muss, daß ich da noch echt üben muss, denn das ganze glich eher einem Bindfaden als kuscheliger Wolle. Ich habe da wohl etwas zu fest gezwirnt. Aber mal sehen, wie sie nach dem Waschen mit meiner Wolwikkel Wollwaschlotion sind. Das ist ein tolles, mildes Wollwaschmittel mit einem hohen Lanolinanteil um die Wolle nachzufetten. Das tut nämlich nicht nur Wollüberhosen für Stoffwindeln gut, sondern eben auch Kleidung aus naturbelassener Wolle (ohne Superwash Ausrüstung!).

Mit auf dem Bild ist übrigens meine schöne mittelalterliche Schere, die ich auch so zu Hause zum Nadeln benutze – einfach dem Flair wegen 🙂 Und das Mäppchen mit den Nadeln habe ich selbst (mit der Maschine 😉 ) genäht. Die Nadeln darin habe ich selbst geschnitzt bis auf eine (die erste im Mäppchen auf der linken Seite. Die ist gekauft. Eine davon ist aus dem Holz von einer Meerschweinchen-Knabberstange, nachdem sie abgenagt war. Die anderen sind aus Holz aus dem Garten: Buche, Hasel, Winterschneeball und Ginko.

Und weil Nadelbinden echt Spaß macht und super schnell geht, habe ich noch Mützen für 75% der Familie fabriziert. (Sohn mag keine Wolle mehr, man will ja niemanden zwingen 😉 )

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Die kleine grüne ist für Töchterchen, die grau-melierte für den besten aller Ehemänner (beide im Mammen-Stich genadelt, das gibt die schönen deutlichen Spiralen von oben betrachtet) und die weiße für mich, im Oslo-Stich und eher Beanie-mäßig oben etwas weiter gehalten. Das hat dann nicht so diesen „Helm-Effekt“ den ich bei Mützen an mir ganz scheußlich finde.

Momentan spinne ich an einem Kammzug aus Wolle und Leinen. Das ist ein bißchen gewöhnungsbedürftig, weil er sich nicht so weich ausziehen lässt. Aber es geht. Allerdings – so ein bißchen scheuerlappenmäßig mutet es schon an, finde ich. Aber mal sehen wo er seine Verwendung findet. Es sind 300g und davon 200g schon versponnen.

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Und das daneben war ein Versuch von gestern abend. Ich bekam nämlich bei meiner Bestellung im Shop von Wollinchen (wo auch der Kammzug mit dem Leinen her ist) ein paar Faserpröbchen dazu. Das pinkfarbene ist Wolle, Merino und Seide und das weiße ist Yak und Wolle. Letzteres fand ich überraschend toll zu verspinnen. Lässt sich ganz leicht und weich ausziehen. Da muss ich demnächst auch mal mehr von haben. Ich habe dann versucht aus den Pröbchen möglichst viel Lauflänge rauszukriegen und es wird mittlerweile schon schön dünn *freu*

Mehr Spinnereien aller Art demnächst in diesem Theater Blog. 🙂

Nadelgebundene Kniestrümpfe

Jetzt kommt der Herbst mit Riesenschritten aber es sind trotzdem noch Märkte, klar. Also braucht Frau, die schon bei 20°C kalte Füße hat was warmes an die Füß‘ 😉 So bin ich gerade dabei, mir nadelgebundene Kniestrümpfe zu machen (Häkeln und Stricken gab’s im MiA noch nicht, wobei letzteres im 15. Jh. so langsam aufkam, aber eher bei hochgestellten Persönlichkeiten, die wir ja nicht darstellen.)

Die Fersen fehlen noch, aber sonst…

Oslostich, einen anderen kann ich derzeit nicht 😉

Sie passen und sind schön warm.

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