Archiv für den Monat: August 2014

Bündelfärbung auf Baumwollshirts

Ich habe mich nun auch nochmal an der Bündelfärbung versucht. 4 Baumwollshirts, davon drei in Kindergröße.

Letzte Woche habe ich die Teile stückchenweise vorbehandelt: In Sodawasser ausgekocht und dann mit Tannin und Soda nochmal gekocht und nochmal mit Alaun. Gekocht hab ich jeweils nur ganz kurz um nicht so viel Energie zu verbrauchen und dann jeweils einen Tag stehen lassen.

Die verwendeten Pflanzen waren:

  • Wiesenknopf (hat lustige Muster gemacht)
  • Malvenblüten (völlig unsichtbar im Endergebnis)
  • Sonnenblumenblüten (hier gaben interessanterweise die Rückseiten der Blütenblätter mehr Farbe ab
  • rote und gelbe Dahlienblüten, wobei die gelben am stärksten färbten aber die roten das interessantere Muster gaben (innen grünlich und am Rand eher rötlich)

Und hier mal die Bilderflut:

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Das eine langärmlige Shirt war größtenteils mir Malvenblüten belegt. Oben im Brustbereich war eine Sonnenblumenblüte und unten zwei Blätter Fächerahorn. Das Shirt ist direkt wieder in die Beize gewandert um nochmal gefärbt zu werden. Wobei der Fächerahorn nochmal ran darf 🙂 Das gab ein nettes grün. Ich hätte an der Stelle nur vermutlich sorgfältiger und fester abbinden müssen, da die Struktur recht vermatscht rauskam.

Ansonsten schon ganz nett und ausbaufähig. Die großen Brettchen hätten nicht sein müssen und ich hätte vielleicht noch ein paar Teile zum reservieren mit einbinden können. In der Beize liegt jetzt noch ein Kleid und eben das eine Shirt, sodaß ich direkt nochmal probieren kann 🙂

Ach und da war noch was – Ein Shibori-Versuch auf einem fleckigen Leinenkleid meiner Tochter. Wobei ich es gar nicht Shibori nennen möchte, das ist Hochstapelei. Eher Reservierungstechnik mit Korken und Indigo 🙂 Töchterlein mag es und mir gefällt es auch.

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Färbungen der letzten Tage

So, das Alkanna-Experiment mit dem Ölauszug ergab leider nicht den erhofften Erfolg. Es wurde nur ein mattes Altrosa, das aber immerhin sehr lichtecht zu sein scheint (ich hatte den Strang lieblos in der Sonne liegen lassen und er sieht noch aus wie vorher – meine ich zumindest, ohne einen Vergleichsstrang zu haben.

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Die Reste von der Krapp-Fermentationsfärbung habe ich ja mit dem Zwiebelschalen-Rest zusammengeschüttet und noch ein paar Tage stehen lassen. Das gab ein supergeiles Karotten-Orange:

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Das war meine „Kaltfärbung“ mit Zwiebel:

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…einen Teil „roh“ gelassen und den anderen Teil mit Indigo überfärbt.

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Dann hatte ich die Schalen doch nochmal gekocht und dann mit Eisenwasser zu Oliv weiterentwickelt:

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Es ist total cool, daß für diese vier verschiedenen Färbungen im Prinzip 400 g Zwiebelschalen die Grundlage waren. 🙂

In der letzten Woche habe ich mit Johanniskraut und mit Goldrute gefärbt. Beides für meine Schwiegermutter, weiterentwickelt mit Eisenwasser weil sie sich Olivgrün gewünscht hatte. Links Goldrute und rechts Johanniskraut. Wobei es das Foto eigentlich nicht so gut trifft. Ich war gerade nochmal schnell bei Schwiegermuttern oben mit den Worten „Gib mir mal kurz die Wolle, ich muss schnell ein Foto machen“ 😉 Beide sind eigentlich viel goldener und wärmer als es hier jetzt aussieht.

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Hier auch nochmal die Ausgangspflanzen, weil ich diese „Büsche“ so schön finde 🙂

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Der Rainfarn „gammelt“ gerade kleingehäckselt in ein bißchen Regenwasser in einer Oskartonne vor sich hin. Das tut er weil ich noch nicht dazukam, ihn zu verarbeiten. Ich werde einfach mal Garnstränge dazuschmeißen und schauen, was passiert 🙂

Vorhin habe ich nochmal wilde Möhre geholt. Die werde ich in den nächsten Tagen noch verarbeiten. Und dann war ich vorhin nochmal am See und habe nach dem Schilf geschaut. Aber da blüht noch nix. Ist hier aber auch alles etwas später dran.

Mehr demnächst an dieser Stelle 🙂