Archiv für den Monat: Oktober 2013

Zacken und noch mehr…

Ich habe gerade einen Kammzug Eiderwolle im Ofen, die ich mit Ökonorm Ostereierfarben gefärbt habe. Und da die Wolle gerade im Ofen fixiert hatte ich Zeit, ein bißchen nach Inspirationen zu schauen.

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Das Drachenschwanz-Tuch ist fertig und da ich die Sache mit den Zacken und dem Kraus-Gestrick ganz schön für mehrfarbige Garne finde, wollte ich mal sehen, was man damit noch so alles machen kann. Ich fand diese schöne Anleitung für Zackenstulpen. Die  werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren ! Das ist vor allem deswegen toll, weil ich mit Nadelspielen auf Kriegsfuß stehe und man so trotzdem Stulpen hinbekommt, ohne Nadelspiel 🙂 Und diese Version mit der konstrastfarbigen „Naht“ finde ich auch toll.

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Und in diesem Blog habe ich noch etwas tolles gefunden. Ich kannte das noch nicht, obwohl ich seit mittlerweile 13 Jahren in Hessen lebe. Hessische Blauholzeier ! Wir haben zwar jetzt die total falsche Jahreszeit dafür, aber das muss ich hier auch mal für mich selber festhalten, sonst finde ich es an Ostern garantiert nicht wieder.

Und dannn habe ich in ebendiesem Blog auch noch eine ganz tolle Übersicht über verschiedenste Färbepflanzen gesehen.: http://farbenfaden.blogspot.de/search/label/F%C3%A4rbepflanzen Er entpuppt sich als wahre Fundgrube !

Hier nun mal ein Post ohne Fotos, aber die folgen noch 🙂

Nachgeholt 🙂

Drachenschwanz und neuer Kammzug

Das ist ein gestrickter Drachenschwanz 😉 (zumindest ein unvollendeter): 20131019_160012

Die Wolle dazu ist der pastellig gefärbte Kammzug aus dem vorhergehenden Spinn-Posting

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Hier gibt es die Anleitung für den Drachenschwanz (wie ich finde am schönsten erklärt –>ein bißchen runterscrollen) http://www.snuselland.de/anleitungen/

Bei ravelry gibt es auch noch eine Anleitung: http://www.ravelry.com/patterns/library/drachenschwanz (kostenlos zum Download)

Ganz nach Manier der Ungeduldigen in Etappen gesponnen und gleich verstrickt. Jaja – ohne Entspannungsbad. Die Wolle war aber trotzdem schön ausgeglichen. Passt 🙂

Ich finde dieses Tuch toll, weil es eine Spirale ist. Und ich liebe Spiralen. Als mein Logo, an der Wand, auf meiner Schulter und in jeglicher Form. Nun eben auch um den Hals.

Spiralen symbolisieren Dynamik und Wandel. Verfolgt man sie nach innen entsprechen Sie dem „sich sammeln / zentrieren“ und nach außen eher Weiterentwicklung, Bewegung, Raum einnehmen etc. Alles in allem wunderbar kraftvoll. Sie begleiten mich schon ganz lange in verschiedenen Formen.

Eigentlich muss das Tuch ja ganz schnell fertig werden weil *haben will* 😉 Aaaaber ich bekam diese Woche nochmal einen schönen Kammzug von der flinken Claudia http://www.flinkhand-shop.de/index.php?cPath=13 und der ist soooo schön, daß er doch gleich angesponnen werden musste. Also den Strang in 4 Teile geteilt und losgelegt. Jeweils um die 50g. Ich werde zweifach verzwirnen und diesmal probieren zuerst ein Knäuel aus beiden Fäden zu wickeln und dann per Spindel nur noch den Drall drauf zu geben. Mal sehen, wie das klappt.

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Fast kostenloses Peeling für die Hände und den Körper…

Normalerweise nehme ich ja Kaffeesatz mit Olivenöl. Also Abfall mit Küchenmaterial = Immer da 😉 Klingt komisch, funktioniert aber perfekt. Das gibt superweiche Haut.

Ich hatte mich aber die Tage im Zucker/ Salzpott vertan, als ich nachfüllen wollte. So kam es, daß ich das Salz in die Zuckerdose gefüllt habe, wo jedoch noch ein Rest drin war. (zwei gleiche Gläser mit Korken und obendrauf nur einem S und einem Z. Kann ja mal passieren, war aber nicht mehr für Lebensmittel zu verwenden in dieser Kombi.

Und dann war da noch die Bio-Sheabutter aus dem Shop, die leider keiner kaufen wollte und die somit über MHD war. Kann man natürlich ohne Probleme noch verwenden, aber eben nicht mehr verkaufen.

Also die tolle Sheabutter (leicht erwärmt) mit der Salz-Zuckermischung zusammengerührt, etwas Mandelöl dazugekippt und – ganz wichtig – einen Schuss Bittermandelöl. Schade, daß man Duft nicht fotografieren kann 🙂 Marzipaaaan !!! 🙂

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Nahrungssuche im Wald…

Der Herbst hat seine schönen Seiten obwohl der Frühling mir deutlich lieber ist. Die leise Ahnung von monatelanger Kälte und schlechten Straßenverhältnissen erfüllt mich nicht gerade mit Freude. Da wir ja am „A“ der Welt wohnen ist das manchmal mit dem nach Hause kommen im Schnee so eine Sache. Aber wenn man immer schön freundlich zum Schneepflugfahrer ist, dann kommt der auch bei Dauerschneefall so ca. zweimal die Woche. 😉

Heute haben wir jedoch die schönen Seiten des Herbstes genossen und Maronen gesammelt. Diesmal haben wir wohl den perfekten Zeitpunkt getroffen, denn es gab ganz viele und man musste sie eigentlich nur noch aufsammeln. Nun haben wir einen Sack davon und ich musste erstmal nachlesen, wie man sie nochmal zubereitet. – Diese Info braucht man ja nur einmal im Jahr 🙂

Schnelles googlen ergibt ca. 200°C im Backofen für ca. 30 bis 40 Minuten. In den Backofen kommen die Maronen an der runden Seite kreuzweise aufgeschnitten und zusammen mit einer Schale Wasser. Ich glaube das war beim letzten Mal der Fehler, denn da waren sie recht trocken und gar nicht wirklich lecker. Hier gibt es das ganze noch als nett kurzes Video.

Dann werd ich mich mal daran machen unsere gesammelten Schätze zu verarbeiten.

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Woll-Lust – Ausblick

Und gestern abend gab’s dann nochmal ganz nebenbei eine Färbeaktion. 200g Eiderwolle mal ganz pastellig gefärbt. Ich bin gespannt wie das dann bei der gesponnenen Wolle rauskommt. Ich hoffe man sieht dann noch Farbunterschiede und es ist nicht zu zart gefärbt. Aber Versuch macht klug oder so… 😉

(früher verbrachte man Samstag-Abende auf der Piste, heute färbt man Wolle *hach ja* 😉 )

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Ich halte euch auf dem Laufenden 🙂

 

Woll-Lust … Fortsetzung I

Dann gab es noch einen schönen Kammzug in dezenten blau-rosa-lila-Tönen. Versponnen sah er so aus:

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Das ganze Navajo verzwirnt. Die Anleitung hier für gibt es ebenfalls bei chantimanou auf Youtube

Und weil dann das Spinnfutter alle war hab ich gleich noch etwas selbst gefärbt. Ostereierfarbe und Ulrich natürlich Entkalker statt Essig (hat tadellos funktioniert):

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Und die Fortsetzung dieser beiden Bilder ist das hier: 

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Der selbstgefärbte Kammzug ist mittlerweile versponnen und verzwirnt und die andere Wolle ist mittlerweile zu nadelgebundenen Socken mutiert. Wobei ich hier sagen muss, daß ich da noch echt üben muss, denn das ganze glich eher einem Bindfaden als kuscheliger Wolle. Ich habe da wohl etwas zu fest gezwirnt. Aber mal sehen, wie sie nach dem Waschen mit meiner Wolwikkel Wollwaschlotion sind. Das ist ein tolles, mildes Wollwaschmittel mit einem hohen Lanolinanteil um die Wolle nachzufetten. Das tut nämlich nicht nur Wollüberhosen für Stoffwindeln gut, sondern eben auch Kleidung aus naturbelassener Wolle (ohne Superwash Ausrüstung!).

Mit auf dem Bild ist übrigens meine schöne mittelalterliche Schere, die ich auch so zu Hause zum Nadeln benutze – einfach dem Flair wegen 🙂 Und das Mäppchen mit den Nadeln habe ich selbst (mit der Maschine 😉 ) genäht. Die Nadeln darin habe ich selbst geschnitzt bis auf eine (die erste im Mäppchen auf der linken Seite. Die ist gekauft. Eine davon ist aus dem Holz von einer Meerschweinchen-Knabberstange, nachdem sie abgenagt war. Die anderen sind aus Holz aus dem Garten: Buche, Hasel, Winterschneeball und Ginko.

Und weil Nadelbinden echt Spaß macht und super schnell geht, habe ich noch Mützen für 75% der Familie fabriziert. (Sohn mag keine Wolle mehr, man will ja niemanden zwingen 😉 )

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Die kleine grüne ist für Töchterchen, die grau-melierte für den besten aller Ehemänner (beide im Mammen-Stich genadelt, das gibt die schönen deutlichen Spiralen von oben betrachtet) und die weiße für mich, im Oslo-Stich und eher Beanie-mäßig oben etwas weiter gehalten. Das hat dann nicht so diesen „Helm-Effekt“ den ich bei Mützen an mir ganz scheußlich finde.

Momentan spinne ich an einem Kammzug aus Wolle und Leinen. Das ist ein bißchen gewöhnungsbedürftig, weil er sich nicht so weich ausziehen lässt. Aber es geht. Allerdings – so ein bißchen scheuerlappenmäßig mutet es schon an, finde ich. Aber mal sehen wo er seine Verwendung findet. Es sind 300g und davon 200g schon versponnen.

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Und das daneben war ein Versuch von gestern abend. Ich bekam nämlich bei meiner Bestellung im Shop von Wollinchen (wo auch der Kammzug mit dem Leinen her ist) ein paar Faserpröbchen dazu. Das pinkfarbene ist Wolle, Merino und Seide und das weiße ist Yak und Wolle. Letzteres fand ich überraschend toll zu verspinnen. Lässt sich ganz leicht und weich ausziehen. Da muss ich demnächst auch mal mehr von haben. Ich habe dann versucht aus den Pröbchen möglichst viel Lauflänge rauszukriegen und es wird mittlerweile schon schön dünn *freu*

Mehr Spinnereien aller Art demnächst in diesem Theater Blog. 🙂

Woll-Lust… Spinnerei ? ;-)

Ich kann jetzt ganz offen und frei heraus sagen. Ich spinne. Ja, und ich werde immer besser darin. Wie kam ich eigentlich darauf ? Hmmm… keine Ahnung aber auf einmal hatte ich eine Spindel bestellt, von der lieben Claudia von Flinkhand auch ganz flink geliefert. Dazu eine Menge rosa Zuckerwatte Wolle (und auch naturfarbene mit der ich eigentlich beginnen wollte, aber es ergab sich anders). Noch zu erwähnen ist, daß Flinkhand nicht nur ein Shop ist, wo es ganz tolles „Futter“ für Selbermacher in Sachen Wolle & Co. gibt, sondern auch eine tolle Infoseite rund um (vornehmlich) mittelalterliche Handarbeiten.

Na jedenfalls war das dann das Ergebnis meiner ersten mühseligen Spinnversuche: 20130921_223734

Heftig dick und eigentlich schade um den schönen Kammzug, Aber es wurde trotzdem ein Schal (Loop) draus, denn man auch durchaus tragen kann. Mein Helferlein war DIESE Anleitung mit der Park & Draft Methode.
Mittlerweile geht es auch im Flug, was bedeutet, daß man die Spindel nicht irgendwo festklemmt, während man die Wolle auszieht, sondern sie währenddessen weiter drehen lässt.

Und da Übung eine ganz tolle Sache ist, hab ich gesponnen… und weiter gesponnen und noch mehr gesponnen….

Und hier ist ein Bild der Ergebnisse in chronologischer Reihenfolge und damit fortlaufendem Lernfortschritt:

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Fortsetzung folgt… Ich muss jetzt erstmal weiterspinnen 😉